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Jagdhunde - Was bringt ihr Einsatz?

Einen Jagdhund zu führen, erfordert natürlich viel Aufmerksamkeit. Denn Jagdhunde sind nicht einfach nur Haustiere, wie eine Katze, die man gern mal streichelt. Sie sind weitaus mehr. Ein Hund mit Jagdblut in den Adern ist ein treuer Weggefährte. Ein Kamerad, der Anspruch auf eine gute Ausbildung und einfühlsame Führung hat. Erhält ein Jagdhund tatsächlich diese Ausbildung, wird er im Revier zu einem unersetzlichen Partner für Sie als Jäger. Je nach Rasse sind die Hunde vielseitig einsetzbare Multitalente oder Spezialisten. Sie eignen sich hervorragend für die Entenjagd, das Aufspüren von Hasen im Feld, das Stellen von Wild oder zuverlässiges Apportieren. Nachsuche, Vorstehen, Schweißarbeit – Hund und Jäger sind zusammen ein unschlagbares Team, denn der vierbeinige Gefährte ergänzt die Fähigkeiten des Jägers.

Grundwissen Jagdhunde - Was muss man unbedingt wissen?

Tatsächlich stammen nachweislich alle Hunde vom Wolf ab, vom Mops bis zur Dogge. Die Domestizierung des Wolfes begann Forschungsergebnissen zufolge bereits vor über 15.000 Jahren. Manche Forscher gehen davon aus, dass die Verbindung von Menschen und Hunden sogar noch älter ist. Welche Verwendung Hunde in der Vorzeit für den Menschen hatten, ist nicht eindeutig geklärt. Aber ist es nicht vollkommen natürlich, dass Mensch und Wolf zusammengefunden haben? Vielleicht haben unsere Vorfahren verwaiste Welpen aufgezogen, weil sie Mitgefühl hatten, vielleicht haben auch Wölfe den Kontakt aufgenommen. Etwa, weil Einzelgänger sich umherstreifenden Nomaden angeschlossen haben, um Futter zu bekommen. Fest steht jedenfalls, dass unsere Vorfahren die Eigenschaften und Fähigkeiten von Hunden bei der Jagd schon sehr früh geschätzt haben. Denn Jagdhunde sind nicht nur mit ausgezeichneten Sinnesorganen ausgestattet, das Jagen liegt ihnen auch einfach im Blut.

Speziell der Jagdhund verfügt daher über Fähigkeiten, die ein Jäger in der Wildnis braucht, um zu überleben: Das Lesen von Fährten, ein ausgezeichnetes Gehör, Jagdtrieb und Instinkte. Aber auch wichtige soziale Fähigkeiten wie »Teamfähigkeit« oder Rudelverhalten sind bei vielen Rassen sehr ausgeprägt. All diese Fähigkeiten bedeuten aber auch, dass ein Jagdhund kein reiner Schoßhund oder Gesellschaftshund ist. Denn wenn die Fähigkeiten verkümmern, verkümmert der ganze Hund. Jagdhunde können also nicht nur gefordert und ausgebildet werden, sie sollten es auch! Denn nur, wenn die intelligenten Tiere ihr Potenzial entfalten und ihre Fähigkeiten einsetzen können, sind sie auch ausgeglichen und führen ein rundum glückliches Hundeleben voller Erfolgserlebnisse.

Obwohl schon früh erste Zuchtversuche unternommen wurden, um einzelne Tiere mit herausragenden Eigenschaften zu vermehren, nahm die Hundezucht, wie wir sie heute kennen, erst im neunzehnten Jahrhundert ihren Anfang. Natürlich waren es die nach Tieren verrückten Engländer, die zu jener Zeit mit der systematischen Zucht begannen, Stammbäume festhielten und Rassemerkmale festlegten. Besonders das Erfolgsmodell »Jagdhunde aus reinrassiger Zucht« setzte sich natürlich auch schnell in ganz Europa und Amerika durch. Denn die durch Zucht zu Spezialisten gewordenen Hunde wurden bald zum unersetzlichen Gefährten für jeden Jäger. Durch die Kreuzung verschiedener Tiere sind verschiedene Arten von Jagdhunden entstanden.

Der Gemeinschaftsjäger

Als Gemeinschaftsjäger werden die Jagdhunde bezeichnet, die ein ausgesprochenes Rudelverhalten aufweisen. Diese Hunde sehen sich durch ihre ursprüngliche Prägung als Teil eines Rudels und orientieren sich am Jäger. Sie sind also sehr kommunikativ und ordnen sich dem Hundeführer problemlos unter – vorausgesetzt, sie sind gut für die Jagd ausgebildet. Da die Gruppe der Gemeinschaftsjäger recht groß ist, wird sie noch in verschiedene Untergruppen unterteilt. Jede dieser Untergruppen bringt verschiedene Stärken mit, sodass Sie passend zu Ihrem Revier und dem vorhandenen Wild unter verschiedenen Jagdhunden auswählen können.

  • Der Deutsche Wachtelhund, Springer und Cocker Spaniel zählen zu den Stöberhunden. Stöberhunde sind echte Workaholics, sie arbeiten bei der Jagd gründlich, unermüdlich und auch selbstständig. Auch ohne Sichtkontakt zum Jäger. Das ist auch notwendig, denn diese Hunde spüren Niederwild auch in dichtem Gebüsch oder Schilf zuverlässig auf. Da der Sichtkontakt nicht immer gegeben ist, ist die Veranlagung zum Spurlaut eins der wichtigsten Zuchtkriterien bei diesen Jagdhunden.
  • Vorstehhunde sind solche Allrounder, dass sie auch als Vollgebrauchshunde bezeichnet werden. Vorstehhunde arbeiten im Wasser genau so gern und zuverlässig wie im Wald und auf dem Feld. Besonders zeichnet sie die Fähigkeit aus, die dieser Gruppe den Namen verliehen hat. Denn sobald die Jagdhunde Witterung aufgenommen haben, stehen sie vor, sie bleiben also reglos stehen und zeigen dem Jäger durch die Kopfhaltung, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Ganz typisch ist beim Vorstehen die angehobene Vorderpfote. Beliebte deutsche Vorstehhunderassen sind der Deutsch Drahthaar, der Deutsch Kurzhaar, Deutsch Langhaar, aber auch der Kleine  und der Große Münsterländer. Münsterländer sind auch als Familienhunde sehr beliebt, da sie kinderfreundlich und sehr geduldig sind. Trotzdem sollten Sie auch unbedingt bei der Jagd eingesetzt werden!
  • Alle Retrieverrassen zählen zu den sogenannten Apportierhunden. Golden Retriever, Flat-Coated Retriever, Labrador Retriever, aber auch Pudelrassen zählen zu den Apportierhunden. Das weiche Maul vereint all diese Rassen und sie sind Spezialisten, die nach dem Schuss zum Einsatz kommen. Apportierhunde sind keine Weltmeister im Aufstöbern, dafür sind sie unschlagbar darin, die Suche nach der Jagd zu meistern. Sie lassen sich auch über größere Entfernungen noch gut dirigieren und sind wahre Wasserratten, da sie ursprünglich gezielt für die Entenjagd gezüchtet wurden. Besonders Retriever zeichnen sich durch ihr berühmtes »Will to please« Verhalten aus, sie wollen einfach gern gefallen und lieben nichts mehr, als ihrem Hundeführer die Beute zu bringen. Da die Nachsuche aktiver Tierschutz ist, übernehmen die Apportierhunde eine der wichtigsten Aufgaben unter den Jagdhunden.

Der Meutejäger

Wenn Sie das Wort Meutejäger hören, kommen Ihnen selbst in Deutschland sofort Bilder an englische Reitjagden mit einer Hundemeute in den Sinn. Aber Meutejäger können noch viel mehr. Zu den Meutejägern gehören alle Arten von Schweißhunden und Bracken. Sie arbeiten deshalb so gut in der Meute, weil ihre sozialen Instinkte darauf geprägt sind, sich in das Rudel einzufügen und unter sich zu bleiben. Ihre Bindung an den Jäger ist daher nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Rassen. Meutejäger können aber auch als Einzelhund arbeiten und sind Spezialisten für die Arbeit vor dem Schuss. Sie wollen einfach etwas aufspüren und geben nicht auf, bis sie Wild stellen können. Dabei hilft ihnen ein ausgezeichneter Geruchssinn. Durch die fährtenlaute Verfolgung des Wildes halten sie immer Kontakt zum Jäger. Zu den beliebtesten Rassen gehören die Deutsche Bracke, der Beagle oder auch die Schwarzwildbracke.

Der Solitärjäger

Solitärjäger sind wieder ganz andere Spezialisten als Meutejäger oder Vorstehhunde, denn sie arbeiten selbstständig. Und die Fähigkeit ist auch notwendig. Denn Solitärjäger werden zur Baujagd eingesetzt. Sie treiben das Wild aus dem Bau. Dazu müssen sie mutig, selbstbewusst und intelligent sein. Denn Blickkontakt zum Hundeführer ist nicht möglich, wenn der Solitärjäger seine Arbeit verrichtet. Aufgrund ihres Einsatzgebietes sind beliebte Solitärjägerrassen klein und kräftig. Dazu gehören alle Dackel wie Rauhaardackel und Kurzhaardackel, aber auch Terrier wie der Deutsche Jagdterrier, der Foxterrier oder der Jack Russel. In Deutschland sind Jack Russel Terrier  als reine Begleithunde in Mode gekommen, was diesen intelligenten und lebhaften Jagdhunden leider überhaupt nicht gerecht wird.

Wofür braucht man Jagdhunde?

Jagdhunde dienten in früherer Zeit vorwiegend dem Zweck, bei der Jagd das Wild aufzuspüren und zu stellen. Diese Aufgaben haben sich heute grundlegend gewandelt. Natürlich sind Jagdhunde aus der waidgerechten Jagdausübung in Deutschland gar nicht wegzudenken. Jagd ist auch aktiver Natur- und Tierschutz. Es ist also wichtig, dass gut ausgebildete Hunde krankgeschossenes Wild zuverlässig aufspüren. Dadurch verenden die Tiere nicht qualvoll. Bei der Nachsuche geht es schließlich nicht um eine bessere Strecke, sondern um Tierschutz. Aus diesem Grund ist jeder Inhaber eines Jagdreviers verpflichtet, einen Hund zur Verfügung zu haben, der nachweislich Prüfungen über sein Können abgelegt hat. Gut ausgebildete Jagdhunde bei der Jagd einzusetzen ist also nicht einfach nur eine Hilfe für den Jäger, sondern sogar Pflicht. Besonders die Arbeit nach dem Schuss ist also extrem wichtig und hier muss ein guter Jagdhund unbedingt verlässlich sein.

Was macht gute Jagdhunde aus?

Natürlich sind die Jagdhunderassen durch die vielseitigen Anforderungen sehr verschieden. Doch es gibt Kriterien, die für alle Tiere gelten. Wesensfestigkeit, Eifer, schnelles Verständnis von Informationen und eine enge Verbundenheit zum Hundeführer sind wichtige Eigenschaften. Schussfestigkeit ist für Tiere mit so feinem Gehör eine echte Leistung, aber unbedingt notwendig. Die wichtigste Eigenschaft besteht aber wohl darin, dass gute Jagdhunde sich selbst bei der Jagd als einen wichtigen »Mitarbeiter« betrachten. Die ständige Wachsamkeit für Informationen, die der Hundeführer auch mit Handzeichen oder bestimmten Pfiffen übermitteln kann, ist genauso wichtig wie der Wille des Hundes, diese Informationen umzusetzen. Ein guter Jagdhund denkt mit und zeigt jederzeit großen Eifer und vollen Einsatz. Vom Drahthaar bis zum Beagle, was alle Jagdhunde vereint, ist die Freude an der Jagd.

Wie werden Jagdhunde ausgebildet?

Vom Welpen bis zum voll ausgebildeten Jagdhund ist es natürlich ein langer Weg. Basis der Ausbildung müssen zuerst einfache Kommandos sein wie Sitz oder Platz. Denn die Ausbildung des Hundes zum Spezialisten kann ohne solche Grundkenntnisse gar nicht stattfinden. Leinenführigkeit ist ebenfalls ein sehr wichtiger Schritt in der Ausbildung, denn darauf baut das spätere Beifußgehen ohne Leine im Revier auf. Die Ausbildung erfordert also viel Zeit und Ruhe. Natürlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Hund ausbilden zu lassen oder einen voll ausgebildeten Hund zu übernehmen. Für das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem vierbeinigen Partner ist es aber natürlich besser, wenn Sie die Ausbildung selbst ausführen. Selbstverständlich sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie als Anfänger Ihren ersten Hund selbst ausbilden. Etwa von erfahrenen Waidleuten oder einem speziell ausgebildeten Hundetrainer. Der versorgt Sie mit allen nötigen Informationen und leitet Sie praktisch an.

Der wichtigste Lernschritt für Sie und Ihren Welpen besteht wohl darin, das Tier nicht zu überfordern. Sie müssen ihm die Kommandos verständlich vermitteln. Junge Hunde wollen von sich aus gern mitarbeiten und sind von Natur aus sehr lernwillig. Sprechen Sie das Kommando, an dem sie in der Trainingseinheit arbeiten, laut und deutlich aus. So erstellt der Hund leichter eine Verknüpfung zwischen der Ausführung, dem Wort und der Belohnung. Als Belohnung können Sie natürlich mit Stimme und Körperkontakt loben. Sie können das Lob aber auch durch die Gabe von Trockenfutter verstärken. Wenn Sie Trockenfutter statt Leckerlies geben, können Sie so bei der Ausbildung einen Teil der Tagesration füttern, anstatt Ihren Hund zu überfüttern. Beherrscht der Hund die Basiskommandos, können Sie mit der gezielten Ausbildung für die Arbeit im Revier beginnen. Diese hängt natürlich davon ab, ob Sie einen Drahthaar, einen Dackel oder einen Retriever ausbilden. Denn sicherlich werden Sie bei der Auswahl Ihres Hundes geplant haben, wo und wie er zum Einsatz kommen soll.

Worauf muss man beim Kauf eines Jagdhundes achten?

Einen Welpen auszuwählen ist natürlich für jeden Jäger immer ein Höhepunkt seiner Laufbahn. Schließlich ist die Auswahl des richtigen Hundes eine Entscheidung fürs Leben, zumindest aus der Sicht des Hundes. Aber wo finden Sie den Welpen, der zu Ihnen passt? Eine seriöse Zucht zu finden, ist leicht. Denn hier helfen die Züchterverbände in Deutschland gern weiter. Der Zuchtwart weiß immer, wo ein Wurf zu erwarten ist. Bei guten Züchtern ist aber so mancher Wurf schon ausverkauft, bevor er gefallen ist. Kümmern Sie sich also rechtzeitig um die Anschaffung eines Jagdhundes und hören Sie sich auch unter Jägern um. Jeder Züchter genießt schließlich einen Ruf.

Wenn Sie den Züchter besuchen, sollten Sie darauf achten, ob die Welpen in der frühen Prägephase viel Kontakt mit Menschen haben. Werden sie oft hochgehoben? Spielt der Züchter mit ihnen? Haben die Welpen vielleicht auch Kontakt zu älteren Menschen und Kindern? Je intensiver die Prägung auf den Menschen in den ersten entscheidenden Lebenswochen ist, umso tiefer wird auch die Bindung des erwachsenen Hundes zu Ihnen sein! Lassen Sie sich nicht von der Niedlichkeit der Welpen überwältigen. Denn niedlich sind sie alle! Beobachten Sie den Wurf längere Zeit beim Spielen, um das Verhalten untereinander zu erkennen. Wer ist frech und forsch? Wer gibt leicht nach? Wer dominiert? Je nachdem, wie erfahren Sie als Hundeführer sind und welche Aufgaben auf den kleinen Racker warten, ist der dominanteste Welpe vielleicht gar nicht immer die beste Wahl. Auch ein Welpe, der die Ruhe bewahrt, wenn die Geschwister raufen, kann ein sehr wertvoller Gefährte werden.

Jagdhunde - Was bringt ihr Einsatz?

Einen Jagdhund zu führen, erfordert natürlich viel Aufmerksamkeit. Denn Jagdhunde sind nicht einfach nur Haustiere, wie eine Katze, die man gern mal streichelt. Sie sind weitaus mehr. Ein Hund mit Jagdblut in den Adern ist ein treuer Weggefährte. Ein Kamerad, der Anspruch auf eine gute Ausbildung und einfühlsame Führung hat. Erhält ein Jagdhund tatsächlich diese Ausbildung, wird er im Revier zu einem unersetzlichen Partner für Sie als Jäger. Je nach Rasse sind die Hunde vielseitig einsetzbare Multitalente oder Spezialisten. Sie eignen sich hervorragend für die Entenjagd, das Aufspüren von Hasen im Feld, das Stellen von Wild oder zuverlässiges Apportieren. Nachsuche, Vorstehen, Schweißarbeit – Hund und Jäger sind zusammen ein unschlagbares Team, denn der vierbeinige Gefährte ergänzt die Fähigkeiten des Jägers.

Grundwissen Jagdhunde - Was muss man unbedingt wissen?

Tatsächlich stammen nachweislich alle Hunde vom Wolf ab, vom Mops bis zur Dogge. Die Domestizierung des Wolfes begann Forschungsergebnissen zufolge bereits vor über 15.000 Jahren. Manche Forscher gehen davon aus, dass die Verbindung von Menschen und Hunden sogar noch älter ist. Welche Verwendung Hunde in der Vorzeit für den Menschen hatten, ist nicht eindeutig geklärt. Aber ist es nicht vollkommen natürlich, dass Mensch und Wolf zusammengefunden haben? Vielleicht haben unsere Vorfahren verwaiste Welpen aufgezogen, weil sie Mitgefühl hatten, vielleicht haben auch Wölfe den Kontakt aufgenommen. Etwa, weil Einzelgänger sich umherstreifenden Nomaden angeschlossen haben, um Futter zu bekommen. Fest steht jedenfalls, dass unsere Vorfahren die Eigenschaften und Fähigkeiten von Hunden bei der Jagd schon sehr früh geschätzt haben. Denn Jagdhunde sind nicht nur mit ausgezeichneten Sinnesorganen ausgestattet, das Jagen liegt ihnen auch einfach im Blut.

Speziell der Jagdhund verfügt daher über Fähigkeiten, die ein Jäger in der Wildnis braucht, um zu überleben: Das Lesen von Fährten, ein ausgezeichnetes Gehör, Jagdtrieb und Instinkte. Aber auch wichtige soziale Fähigkeiten wie »Teamfähigkeit« oder Rudelverhalten sind bei vielen Rassen sehr ausgeprägt. All diese Fähigkeiten bedeuten aber auch, dass ein Jagdhund kein reiner Schoßhund oder Gesellschaftshund ist. Denn wenn die Fähigkeiten verkümmern, verkümmert der ganze Hund. Jagdhunde können also nicht nur gefordert und ausgebildet werden, sie sollten es auch! Denn nur, wenn die intelligenten Tiere ihr Potenzial entfalten und ihre Fähigkeiten einsetzen können, sind sie auch ausgeglichen und führen ein rundum glückliches Hundeleben voller Erfolgserlebnisse.

Obwohl schon früh erste Zuchtversuche unternommen wurden, um einzelne Tiere mit herausragenden Eigenschaften zu vermehren, nahm die Hundezucht, wie wir sie heute kennen, erst im neunzehnten Jahrhundert ihren Anfang. Natürlich waren es die nach Tieren verrückten Engländer, die zu jener Zeit mit der systematischen Zucht begannen, Stammbäume festhielten und Rassemerkmale festlegten. Besonders das Erfolgsmodell »Jagdhunde aus reinrassiger Zucht« setzte sich natürlich auch schnell in ganz Europa und Amerika durch. Denn die durch Zucht zu Spezialisten gewordenen Hunde wurden bald zum unersetzlichen Gefährten für jeden Jäger. Durch die Kreuzung verschiedener Tiere sind verschiedene Arten von Jagdhunden entstanden.

Der Gemeinschaftsjäger

Als Gemeinschaftsjäger werden die Jagdhunde bezeichnet, die ein ausgesprochenes Rudelverhalten aufweisen. Diese Hunde sehen sich durch ihre ursprüngliche Prägung als Teil eines Rudels und orientieren sich am Jäger. Sie sind also sehr kommunikativ und ordnen sich dem Hundeführer problemlos unter – vorausgesetzt, sie sind gut für die Jagd ausgebildet. Da die Gruppe der Gemeinschaftsjäger recht groß ist, wird sie noch in verschiedene Untergruppen unterteilt. Jede dieser Untergruppen bringt verschiedene Stärken mit, sodass Sie passend zu Ihrem Revier und dem vorhandenen Wild unter verschiedenen Jagdhunden auswählen können.

  • Der Deutsche Wachtelhund, Springer und Cocker Spaniel zählen zu den Stöberhunden. Stöberhunde sind echte Workaholics, sie arbeiten bei der Jagd gründlich, unermüdlich und auch selbstständig. Auch ohne Sichtkontakt zum Jäger. Das ist auch notwendig, denn diese Hunde spüren Niederwild auch in dichtem Gebüsch oder Schilf zuverlässig auf. Da der Sichtkontakt nicht immer gegeben ist, ist die Veranlagung zum Spurlaut eins der wichtigsten Zuchtkriterien bei diesen Jagdhunden.
  • Vorstehhunde sind solche Allrounder, dass sie auch als Vollgebrauchshunde bezeichnet werden. Vorstehhunde arbeiten im Wasser genau so gern und zuverlässig wie im Wald und auf dem Feld. Besonders zeichnet sie die Fähigkeit aus, die dieser Gruppe den Namen verliehen hat. Denn sobald die Jagdhunde Witterung aufgenommen haben, stehen sie vor, sie bleiben also reglos stehen und zeigen dem Jäger durch die Kopfhaltung, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Ganz typisch ist beim Vorstehen die angehobene Vorderpfote. Beliebte deutsche Vorstehhunderassen sind der Deutsch Drahthaar, der Deutsch Kurzhaar, Deutsch Langhaar, aber auch der Kleine  und der Große Münsterländer. Münsterländer sind auch als Familienhunde sehr beliebt, da sie kinderfreundlich und sehr geduldig sind. Trotzdem sollten Sie auch unbedingt bei der Jagd eingesetzt werden!
  • Alle Retrieverrassen zählen zu den sogenannten Apportierhunden. Golden Retriever, Flat-Coated Retriever, Labrador Retriever, aber auch Pudelrassen zählen zu den Apportierhunden. Das weiche Maul vereint all diese Rassen und sie sind Spezialisten, die nach dem Schuss zum Einsatz kommen. Apportierhunde sind keine Weltmeister im Aufstöbern, dafür sind sie unschlagbar darin, die Suche nach der Jagd zu meistern. Sie lassen sich auch über größere Entfernungen noch gut dirigieren und sind wahre Wasserratten, da sie ursprünglich gezielt für die Entenjagd gezüchtet wurden. Besonders Retriever zeichnen sich durch ihr berühmtes »Will to please« Verhalten aus, sie wollen einfach gern gefallen und lieben nichts mehr, als ihrem Hundeführer die Beute zu bringen. Da die Nachsuche aktiver Tierschutz ist, übernehmen die Apportierhunde eine der wichtigsten Aufgaben unter den Jagdhunden.

Der Meutejäger

Wenn Sie das Wort Meutejäger hören, kommen Ihnen selbst in Deutschland sofort Bilder an englische Reitjagden mit einer Hundemeute in den Sinn. Aber Meutejäger können noch viel mehr. Zu den Meutejägern gehören alle Arten von Schweißhunden und Bracken. Sie arbeiten deshalb so gut in der Meute, weil ihre sozialen Instinkte darauf geprägt sind, sich in das Rudel einzufügen und unter sich zu bleiben. Ihre Bindung an den Jäger ist daher nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Rassen. Meutejäger können aber auch als Einzelhund arbeiten und sind Spezialisten für die Arbeit vor dem Schuss. Sie wollen einfach etwas aufspüren und geben nicht auf, bis sie Wild stellen können. Dabei hilft ihnen ein ausgezeichneter Geruchssinn. Durch die fährtenlaute Verfolgung des Wildes halten sie immer Kontakt zum Jäger. Zu den beliebtesten Rassen gehören die Deutsche Bracke, der Beagle oder auch die Schwarzwildbracke.

Der Solitärjäger

Solitärjäger sind wieder ganz andere Spezialisten als Meutejäger oder Vorstehhunde, denn sie arbeiten selbstständig. Und die Fähigkeit ist auch notwendig. Denn Solitärjäger werden zur Baujagd eingesetzt. Sie treiben das Wild aus dem Bau. Dazu müssen sie mutig, selbstbewusst und intelligent sein. Denn Blickkontakt zum Hundeführer ist nicht möglich, wenn der Solitärjäger seine Arbeit verrichtet. Aufgrund ihres Einsatzgebietes sind beliebte Solitärjägerrassen klein und kräftig. Dazu gehören alle Dackel wie Rauhaardackel und Kurzhaardackel, aber auch Terrier wie der Deutsche Jagdterrier, der Foxterrier oder der Jack Russel. In Deutschland sind Jack Russel Terrier  als reine Begleithunde in Mode gekommen, was diesen intelligenten und lebhaften Jagdhunden leider überhaupt nicht gerecht wird.

Wofür braucht man Jagdhunde?

Jagdhunde dienten in früherer Zeit vorwiegend dem Zweck, bei der Jagd das Wild aufzuspüren und zu stellen. Diese Aufgaben haben sich heute grundlegend gewandelt. Natürlich sind Jagdhunde aus der waidgerechten Jagdausübung in Deutschland gar nicht wegzudenken. Jagd ist auch aktiver Natur- und Tierschutz. Es ist also wichtig, dass gut ausgebildete Hunde krankgeschossenes Wild zuverlässig aufspüren. Dadurch verenden die Tiere nicht qualvoll. Bei der Nachsuche geht es schließlich nicht um eine bessere Strecke, sondern um Tierschutz. Aus diesem Grund ist jeder Inhaber eines Jagdreviers verpflichtet, einen Hund zur Verfügung zu haben, der nachweislich Prüfungen über sein Können abgelegt hat. Gut ausgebildete Jagdhunde bei der Jagd einzusetzen ist also nicht einfach nur eine Hilfe für den Jäger, sondern sogar Pflicht. Besonders die Arbeit nach dem Schuss ist also extrem wichtig und hier muss ein guter Jagdhund unbedingt verlässlich sein.

Was macht gute Jagdhunde aus?

Natürlich sind die Jagdhunderassen durch die vielseitigen Anforderungen sehr verschieden. Doch es gibt Kriterien, die für alle Tiere gelten. Wesensfestigkeit, Eifer, schnelles Verständnis von Informationen und eine enge Verbundenheit zum Hundeführer sind wichtige Eigenschaften. Schussfestigkeit ist für Tiere mit so feinem Gehör eine echte Leistung, aber unbedingt notwendig. Die wichtigste Eigenschaft besteht aber wohl darin, dass gute Jagdhunde sich selbst bei der Jagd als einen wichtigen »Mitarbeiter« betrachten. Die ständige Wachsamkeit für Informationen, die der Hundeführer auch mit Handzeichen oder bestimmten Pfiffen übermitteln kann, ist genauso wichtig wie der Wille des Hundes, diese Informationen umzusetzen. Ein guter Jagdhund denkt mit und zeigt jederzeit großen Eifer und vollen Einsatz. Vom Drahthaar bis zum Beagle, was alle Jagdhunde vereint, ist die Freude an der Jagd.

Wie werden Jagdhunde ausgebildet?

Vom Welpen bis zum voll ausgebildeten Jagdhund ist es natürlich ein langer Weg. Basis der Ausbildung müssen zuerst einfache Kommandos sein wie Sitz oder Platz. Denn die Ausbildung des Hundes zum Spezialisten kann ohne solche Grundkenntnisse gar nicht stattfinden. Leinenführigkeit ist ebenfalls ein sehr wichtiger Schritt in der Ausbildung, denn darauf baut das spätere Beifußgehen ohne Leine im Revier auf. Die Ausbildung erfordert also viel Zeit und Ruhe. Natürlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Hund ausbilden zu lassen oder einen voll ausgebildeten Hund zu übernehmen. Für das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem vierbeinigen Partner ist es aber natürlich besser, wenn Sie die Ausbildung selbst ausführen. Selbstverständlich sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie als Anfänger Ihren ersten Hund selbst ausbilden. Etwa von erfahrenen Waidleuten oder einem speziell ausgebildeten Hundetrainer. Der versorgt Sie mit allen nötigen Informationen und leitet Sie praktisch an.

Der wichtigste Lernschritt für Sie und Ihren Welpen besteht wohl darin, das Tier nicht zu überfordern. Sie müssen ihm die Kommandos verständlich vermitteln. Junge Hunde wollen von sich aus gern mitarbeiten und sind von Natur aus sehr lernwillig. Sprechen Sie das Kommando, an dem sie in der Trainingseinheit arbeiten, laut und deutlich aus. So erstellt der Hund leichter eine Verknüpfung zwischen der Ausführung, dem Wort und der Belohnung. Als Belohnung können Sie natürlich mit Stimme und Körperkontakt loben. Sie können das Lob aber auch durch die Gabe von Trockenfutter verstärken. Wenn Sie Trockenfutter statt Leckerlies geben, können Sie so bei der Ausbildung einen Teil der Tagesration füttern, anstatt Ihren Hund zu überfüttern. Beherrscht der Hund die Basiskommandos, können Sie mit der gezielten Ausbildung für die Arbeit im Revier beginnen. Diese hängt natürlich davon ab, ob Sie einen Drahthaar, einen Dackel oder einen Retriever ausbilden. Denn sicherlich werden Sie bei der Auswahl Ihres Hundes geplant haben, wo und wie er zum Einsatz kommen soll.

Worauf muss man beim Kauf eines Jagdhundes achten?

Einen Welpen auszuwählen ist natürlich für jeden Jäger immer ein Höhepunkt seiner Laufbahn. Schließlich ist die Auswahl des richtigen Hundes eine Entscheidung fürs Leben, zumindest aus der Sicht des Hundes. Aber wo finden Sie den Welpen, der zu Ihnen passt? Eine seriöse Zucht zu finden, ist leicht. Denn hier helfen die Züchterverbände in Deutschland gern weiter. Der Zuchtwart weiß immer, wo ein Wurf zu erwarten ist. Bei guten Züchtern ist aber so mancher Wurf schon ausverkauft, bevor er gefallen ist. Kümmern Sie sich also rechtzeitig um die Anschaffung eines Jagdhundes und hören Sie sich auch unter Jägern um. Jeder Züchter genießt schließlich einen Ruf.

Wenn Sie den Züchter besuchen, sollten Sie darauf achten, ob die Welpen in der frühen Prägephase viel Kontakt mit Menschen haben. Werden sie oft hochgehoben? Spielt der Züchter mit ihnen? Haben die Welpen vielleicht auch Kontakt zu älteren Menschen und Kindern? Je intensiver die Prägung auf den Menschen in den ersten entscheidenden Lebenswochen ist, umso tiefer wird auch die Bindung des erwachsenen Hundes zu Ihnen sein! Lassen Sie sich nicht von der Niedlichkeit der Welpen überwältigen. Denn niedlich sind sie alle! Beobachten Sie den Wurf längere Zeit beim Spielen, um das Verhalten untereinander zu erkennen. Wer ist frech und forsch? Wer gibt leicht nach? Wer dominiert? Je nachdem, wie erfahren Sie als Hundeführer sind und welche Aufgaben auf den kleinen Racker warten, ist der dominanteste Welpe vielleicht gar nicht immer die beste Wahl. Auch ein Welpe, der die Ruhe bewahrt, wenn die Geschwister raufen, kann ein sehr wertvoller Gefährte werden.

Jagdhunde - Was bringt ihr Einsatz?

Einen Jagdhund zu führen, erfordert natürlich viel Aufmerksamkeit. Denn Jagdhunde sind nicht einfach nur Haustiere, wie eine Katze, die man gern mal streichelt. Sie sind weitaus mehr. Ein Hund mit Jagdblut in den Adern ist ein treuer Weggefährte. Ein Kamerad, der Anspruch auf eine gute Ausbildung und einfühlsame Führung hat. Erhält ein Jagdhund tatsächlich diese Ausbildung, wird er im Revier zu einem unersetzlichen Partner für Sie als Jäger. Je nach Rasse sind die Hunde vielseitig einsetzbare Multitalente oder Spezialisten. Sie eignen sich hervorragend für die Entenjagd, das Aufspüren von Hasen im Feld, das Stellen von Wild oder zuverlässiges Apportieren. Nachsuche, Vorstehen, Schweißarbeit – Hund und Jäger sind zusammen ein unschlagbares Team, denn der vierbeinige Gefährte ergänzt die Fähigkeiten des Jägers.

Grundwissen Jagdhunde - Was muss man unbedingt wissen?

Tatsächlich stammen nachweislich alle Hunde vom Wolf ab, vom Mops bis zur Dogge. Die Domestizierung des Wolfes begann Forschungsergebnissen zufolge bereits vor über 15.000 Jahren. Manche Forscher gehen davon aus, dass die Verbindung von Menschen und Hunden sogar noch älter ist. Welche Verwendung Hunde in der Vorzeit für den Menschen hatten, ist nicht eindeutig geklärt. Aber ist es nicht vollkommen natürlich, dass Mensch und Wolf zusammengefunden haben? Vielleicht haben unsere Vorfahren verwaiste Welpen aufgezogen, weil sie Mitgefühl hatten, vielleicht haben auch Wölfe den Kontakt aufgenommen. Etwa, weil Einzelgänger sich umherstreifenden Nomaden angeschlossen haben, um Futter zu bekommen. Fest steht jedenfalls, dass unsere Vorfahren die Eigenschaften und Fähigkeiten von Hunden bei der Jagd schon sehr früh geschätzt haben. Denn Jagdhunde sind nicht nur mit ausgezeichneten Sinnesorganen ausgestattet, das Jagen liegt ihnen auch einfach im Blut.

Speziell der Jagdhund verfügt daher über Fähigkeiten, die ein Jäger in der Wildnis braucht, um zu überleben: Das Lesen von Fährten, ein ausgezeichnetes Gehör, Jagdtrieb und Instinkte. Aber auch wichtige soziale Fähigkeiten wie »Teamfähigkeit« oder Rudelverhalten sind bei vielen Rassen sehr ausgeprägt. All diese Fähigkeiten bedeuten aber auch, dass ein Jagdhund kein reiner Schoßhund oder Gesellschaftshund ist. Denn wenn die Fähigkeiten verkümmern, verkümmert der ganze Hund. Jagdhunde können also nicht nur gefordert und ausgebildet werden, sie sollten es auch! Denn nur, wenn die intelligenten Tiere ihr Potenzial entfalten und ihre Fähigkeiten einsetzen können, sind sie auch ausgeglichen und führen ein rundum glückliches Hundeleben voller Erfolgserlebnisse.

Obwohl schon früh erste Zuchtversuche unternommen wurden, um einzelne Tiere mit herausragenden Eigenschaften zu vermehren, nahm die Hundezucht, wie wir sie heute kennen, erst im neunzehnten Jahrhundert ihren Anfang. Natürlich waren es die nach Tieren verrückten Engländer, die zu jener Zeit mit der systematischen Zucht begannen, Stammbäume festhielten und Rassemerkmale festlegten. Besonders das Erfolgsmodell »Jagdhunde aus reinrassiger Zucht« setzte sich natürlich auch schnell in ganz Europa und Amerika durch. Denn die durch Zucht zu Spezialisten gewordenen Hunde wurden bald zum unersetzlichen Gefährten für jeden Jäger. Durch die Kreuzung verschiedener Tiere sind verschiedene Arten von Jagdhunden entstanden.

Der Gemeinschaftsjäger

Als Gemeinschaftsjäger werden die Jagdhunde bezeichnet, die ein ausgesprochenes Rudelverhalten aufweisen. Diese Hunde sehen sich durch ihre ursprüngliche Prägung als Teil eines Rudels und orientieren sich am Jäger. Sie sind also sehr kommunikativ und ordnen sich dem Hundeführer problemlos unter – vorausgesetzt, sie sind gut für die Jagd ausgebildet. Da die Gruppe der Gemeinschaftsjäger recht groß ist, wird sie noch in verschiedene Untergruppen unterteilt. Jede dieser Untergruppen bringt verschiedene Stärken mit, sodass Sie passend zu Ihrem Revier und dem vorhandenen Wild unter verschiedenen Jagdhunden auswählen können.

  • Der Deutsche Wachtelhund, Springer und Cocker Spaniel zählen zu den Stöberhunden. Stöberhunde sind echte Workaholics, sie arbeiten bei der Jagd gründlich, unermüdlich und auch selbstständig. Auch ohne Sichtkontakt zum Jäger. Das ist auch notwendig, denn diese Hunde spüren Niederwild auch in dichtem Gebüsch oder Schilf zuverlässig auf. Da der Sichtkontakt nicht immer gegeben ist, ist die Veranlagung zum Spurlaut eins der wichtigsten Zuchtkriterien bei diesen Jagdhunden.
  • Vorstehhunde sind solche Allrounder, dass sie auch als Vollgebrauchshunde bezeichnet werden. Vorstehhunde arbeiten im Wasser genau so gern und zuverlässig wie im Wald und auf dem Feld. Besonders zeichnet sie die Fähigkeit aus, die dieser Gruppe den Namen verliehen hat. Denn sobald die Jagdhunde Witterung aufgenommen haben, stehen sie vor, sie bleiben also reglos stehen und zeigen dem Jäger durch die Kopfhaltung, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Ganz typisch ist beim Vorstehen die angehobene Vorderpfote. Beliebte deutsche Vorstehhunderassen sind der Deutsch Drahthaar, der Deutsch Kurzhaar, Deutsch Langhaar, aber auch der Kleine  und der Große Münsterländer. Münsterländer sind auch als Familienhunde sehr beliebt, da sie kinderfreundlich und sehr geduldig sind. Trotzdem sollten Sie auch unbedingt bei der Jagd eingesetzt werden!
  • Alle Retrieverrassen zählen zu den sogenannten Apportierhunden. Golden Retriever, Flat-Coated Retriever, Labrador Retriever, aber auch Pudelrassen zählen zu den Apportierhunden. Das weiche Maul vereint all diese Rassen und sie sind Spezialisten, die nach dem Schuss zum Einsatz kommen. Apportierhunde sind keine Weltmeister im Aufstöbern, dafür sind sie unschlagbar darin, die Suche nach der Jagd zu meistern. Sie lassen sich auch über größere Entfernungen noch gut dirigieren und sind wahre Wasserratten, da sie ursprünglich gezielt für die Entenjagd gezüchtet wurden. Besonders Retriever zeichnen sich durch ihr berühmtes »Will to please« Verhalten aus, sie wollen einfach gern gefallen und lieben nichts mehr, als ihrem Hundeführer die Beute zu bringen. Da die Nachsuche aktiver Tierschutz ist, übernehmen die Apportierhunde eine der wichtigsten Aufgaben unter den Jagdhunden.

Der Meutejäger

Wenn Sie das Wort Meutejäger hören, kommen Ihnen selbst in Deutschland sofort Bilder an englische Reitjagden mit einer Hundemeute in den Sinn. Aber Meutejäger können noch viel mehr. Zu den Meutejägern gehören alle Arten von Schweißhunden und Bracken. Sie arbeiten deshalb so gut in der Meute, weil ihre sozialen Instinkte darauf geprägt sind, sich in das Rudel einzufügen und unter sich zu bleiben. Ihre Bindung an den Jäger ist daher nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Rassen. Meutejäger können aber auch als Einzelhund arbeiten und sind Spezialisten für die Arbeit vor dem Schuss. Sie wollen einfach etwas aufspüren und geben nicht auf, bis sie Wild stellen können. Dabei hilft ihnen ein ausgezeichneter Geruchssinn. Durch die fährtenlaute Verfolgung des Wildes halten sie immer Kontakt zum Jäger. Zu den beliebtesten Rassen gehören die Deutsche Bracke, der Beagle oder auch die Schwarzwildbracke.

Der Solitärjäger

Solitärjäger sind wieder ganz andere Spezialisten als Meutejäger oder Vorstehhunde, denn sie arbeiten selbstständig. Und die Fähigkeit ist auch notwendig. Denn Solitärjäger werden zur Baujagd eingesetzt. Sie treiben das Wild aus dem Bau. Dazu müssen sie mutig, selbstbewusst und intelligent sein. Denn Blickkontakt zum Hundeführer ist nicht möglich, wenn der Solitärjäger seine Arbeit verrichtet. Aufgrund ihres Einsatzgebietes sind beliebte Solitärjägerrassen klein und kräftig. Dazu gehören alle Dackel wie Rauhaardackel und Kurzhaardackel, aber auch Terrier wie der Deutsche Jagdterrier, der Foxterrier oder der Jack Russel. In Deutschland sind Jack Russel Terrier  als reine Begleithunde in Mode gekommen, was diesen intelligenten und lebhaften Jagdhunden leider überhaupt nicht gerecht wird.

Wofür braucht man Jagdhunde?

Jagdhunde dienten in früherer Zeit vorwiegend dem Zweck, bei der Jagd das Wild aufzuspüren und zu stellen. Diese Aufgaben haben sich heute grundlegend gewandelt. Natürlich sind Jagdhunde aus der waidgerechten Jagdausübung in Deutschland gar nicht wegzudenken. Jagd ist auch aktiver Natur- und Tierschutz. Es ist also wichtig, dass gut ausgebildete Hunde krankgeschossenes Wild zuverlässig aufspüren. Dadurch verenden die Tiere nicht qualvoll. Bei der Nachsuche geht es schließlich nicht um eine bessere Strecke, sondern um Tierschutz. Aus diesem Grund ist jeder Inhaber eines Jagdreviers verpflichtet, einen Hund zur Verfügung zu haben, der nachweislich Prüfungen über sein Können abgelegt hat. Gut ausgebildete Jagdhunde bei der Jagd einzusetzen ist also nicht einfach nur eine Hilfe für den Jäger, sondern sogar Pflicht. Besonders die Arbeit nach dem Schuss ist also extrem wichtig und hier muss ein guter Jagdhund unbedingt verlässlich sein.

Was macht gute Jagdhunde aus?

Natürlich sind die Jagdhunderassen durch die vielseitigen Anforderungen sehr verschieden. Doch es gibt Kriterien, die für alle Tiere gelten. Wesensfestigkeit, Eifer, schnelles Verständnis von Informationen und eine enge Verbundenheit zum Hundeführer sind wichtige Eigenschaften. Schussfestigkeit ist für Tiere mit so feinem Gehör eine echte Leistung, aber unbedingt notwendig. Die wichtigste Eigenschaft besteht aber wohl darin, dass gute Jagdhunde sich selbst bei der Jagd als einen wichtigen »Mitarbeiter« betrachten. Die ständige Wachsamkeit für Informationen, die der Hundeführer auch mit Handzeichen oder bestimmten Pfiffen übermitteln kann, ist genauso wichtig wie der Wille des Hundes, diese Informationen umzusetzen. Ein guter Jagdhund denkt mit und zeigt jederzeit großen Eifer und vollen Einsatz. Vom Drahthaar bis zum Beagle, was alle Jagdhunde vereint, ist die Freude an der Jagd.

Wie werden Jagdhunde ausgebildet?

Vom Welpen bis zum voll ausgebildeten Jagdhund ist es natürlich ein langer Weg. Basis der Ausbildung müssen zuerst einfache Kommandos sein wie Sitz oder Platz. Denn die Ausbildung des Hundes zum Spezialisten kann ohne solche Grundkenntnisse gar nicht stattfinden. Leinenführigkeit ist ebenfalls ein sehr wichtiger Schritt in der Ausbildung, denn darauf baut das spätere Beifußgehen ohne Leine im Revier auf. Die Ausbildung erfordert also viel Zeit und Ruhe. Natürlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Hund ausbilden zu lassen oder einen voll ausgebildeten Hund zu übernehmen. Für das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem vierbeinigen Partner ist es aber natürlich besser, wenn Sie die Ausbildung selbst ausführen. Selbstverständlich sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie als Anfänger Ihren ersten Hund selbst ausbilden. Etwa von erfahrenen Waidleuten oder einem speziell ausgebildeten Hundetrainer. Der versorgt Sie mit allen nötigen Informationen und leitet Sie praktisch an.

Der wichtigste Lernschritt für Sie und Ihren Welpen besteht wohl darin, das Tier nicht zu überfordern. Sie müssen ihm die Kommandos verständlich vermitteln. Junge Hunde wollen von sich aus gern mitarbeiten und sind von Natur aus sehr lernwillig. Sprechen Sie das Kommando, an dem sie in der Trainingseinheit arbeiten, laut und deutlich aus. So erstellt der Hund leichter eine Verknüpfung zwischen der Ausführung, dem Wort und der Belohnung. Als Belohnung können Sie natürlich mit Stimme und Körperkontakt loben. Sie können das Lob aber auch durch die Gabe von Trockenfutter verstärken. Wenn Sie Trockenfutter statt Leckerlies geben, können Sie so bei der Ausbildung einen Teil der Tagesration füttern, anstatt Ihren Hund zu überfüttern. Beherrscht der Hund die Basiskommandos, können Sie mit der gezielten Ausbildung für die Arbeit im Revier beginnen. Diese hängt natürlich davon ab, ob Sie einen Drahthaar, einen Dackel oder einen Retriever ausbilden. Denn sicherlich werden Sie bei der Auswahl Ihres Hundes geplant haben, wo und wie er zum Einsatz kommen soll.

Worauf muss man beim Kauf eines Jagdhundes achten?

Einen Welpen auszuwählen ist natürlich für jeden Jäger immer ein Höhepunkt seiner Laufbahn. Schließlich ist die Auswahl des richtigen Hundes eine Entscheidung fürs Leben, zumindest aus der Sicht des Hundes. Aber wo finden Sie den Welpen, der zu Ihnen passt? Eine seriöse Zucht zu finden, ist leicht. Denn hier helfen die Züchterverbände in Deutschland gern weiter. Der Zuchtwart weiß immer, wo ein Wurf zu erwarten ist. Bei guten Züchtern ist aber so mancher Wurf schon ausverkauft, bevor er gefallen ist. Kümmern Sie sich also rechtzeitig um die Anschaffung eines Jagdhundes und hören Sie sich auch unter Jägern um. Jeder Züchter genießt schließlich einen Ruf.

Wenn Sie den Züchter besuchen, sollten Sie darauf achten, ob die Welpen in der frühen Prägephase viel Kontakt mit Menschen haben. Werden sie oft hochgehoben? Spielt der Züchter mit ihnen? Haben die Welpen vielleicht auch Kontakt zu älteren Menschen und Kindern? Je intensiver die Prägung auf den Menschen in den ersten entscheidenden Lebenswochen ist, umso tiefer wird auch die Bindung des erwachsenen Hundes zu Ihnen sein! Lassen Sie sich nicht von der Niedlichkeit der Welpen überwältigen. Denn niedlich sind sie alle! Beobachten Sie den Wurf längere Zeit beim Spielen, um das Verhalten untereinander zu erkennen. Wer ist frech und forsch? Wer gibt leicht nach? Wer dominiert? Je nachdem, wie erfahren Sie als Hundeführer sind und welche Aufgaben auf den kleinen Racker warten, ist der dominanteste Welpe vielleicht gar nicht immer die beste Wahl. Auch ein Welpe, der die Ruhe bewahrt, wenn die Geschwister raufen, kann ein sehr wertvoller Gefährte werden.

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