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Tipps zur Kahlwildbejagung

Des Jägers Ziel ist es, einen gesunden und den land- und forstwirtschaftlichen Belangen angepassten Wildbestand anzustreben, was gerade bei der Forstwirtschaft eine Minimierung des Wildschadens bedeutet. Beim Rotwild ist der Abschuss der Hirsche - vom Spießer bis hin zu alten, reifen Erntehirschen - relativ einfach zu bewerkstelligen, da diese entweder als einzeln gehende Stücke oder während der Brunft erlegt werden. Ganz anders verhält es sich da mit dem Kahlwild, welches einen intelligenten, effizienten und dieser sozialen Wildart angepassten Abschuss erfordert. Wir haben einige Tipps für eine erfolgreiche Kahlwildjagd.

 

Die "No-witness-Strategie"

Zunächst einmal muss man wissen, dass Rotwild eine sehr soziale Wildart mit starken innerartlichen Bindungen ist, was ganz besonders für die Alttier-Kalb-Beziehung gilt. Ein Kalb ohne Alttier wird von dem Rest der Herde fast immer brutal abgeschlagen (im wahrsten Sinne des Wortes weggetreten) und überlebt dies in den seltensten Fällen. Alleine deshalb verbietet es sich, weibliches Rotwild zu erlegen, das nicht eindeutig als Schmal- oder Gelttier zu identifizieren ist oder dessen Kalb nicht unmittelbar vorher entnommen wurde. Bei der Einzelbejagung vom Ansitz aus ist daher stark zu empfehlen, nur paarweise anwechselndes Rotwild (Alttier/Kalb) zu erlegen. Selbstverständlich IMMER zuerst das Kalb schießen und dann versuchen, das Alttier auch zu erlegen. Diese "no-witness-strategy" (Keine-Zeugen-Strategie) hat sich in der Kahlwildjagd bestens bewährt und stiftet mit Abstand die geringste Unruhe im Revier.  Kahlwild oder Kälber aus großen Rudeln zu erlegen, ist hingegen kontraproduktiv, da die gesamte Herde hochgradig irritiert und in Panik versetzt wird, so dass sie für mehrere Wochen oder sogar Monate abwandern kann.

 

Berücksichtigung der Morphologie bei der Kahlwildjagd

Ein weiterer Aspekt bei der Rotwildbejagung ist eng mit der Morphologie unserer heimischen Geweihträger verbunden. Rotwild ist ein Wiederkäuer mit um die 5 Äsungsphasen pro Tag. Das heißt, Rotwild nimmt fünfmal am Tag Äsung auf und tut sich auch fünfmal pro Tag zum Wiederkäuen nieder. Dieser Rhythmus ist für das Rotwild keine Kann-, sondern eine Muss-Situation. Bleibt dem Rotwild keine ausreichende Zeit und Ruhe wiederzukäuen oder vorher zu äsen, kann es durchaus bei vollem Pansen verhungern. Daraus folgt, dass Ruhezonen und -zeiten elementare Bestandteile der Kahlwildbejagung sein müssen. Rotwild, das in seinem natürlichen Äsungsrhythmus gestört wird, kann nicht einfach eine Äsungs- bzw. Wiederkauperiode aussetzen, sondern muss versuchen, dort, wo es sich sicher fühlt, Äsung aufzunehmen. So entstehen die Schälschäden an den Rinden im Wald. Zudem fährt das Rotwild seinen Stoffwechsel und Energiebedarf im Winter um teilweise bis zu 70% herunter. Der Pansen bildet ab Ende Dezember längere und größere Zysten, die besser mit der kargen Nahrung des Winters zurechtkommen. Wird Rotwild in dieser Zeit beunruhigt oder gar gehetzt, kann das verheerende Folgen haben. Besonders Drückjagden im Januar, oder falls erlaubt noch später, sind ein absolutes No-Go!

 

Welche Tageszeit ist für die Kahlwildjagd geeignet?

Es ist sinnvoll, weibliches Rotwild am Morgen und nicht am Abend zu bejagen. Denn nachts zieht das Wild auf die Äsungsflächen hinaus. Wird es dabei durch einen Schuss gestört, bleibt es in der Dickung und wird dort zwangsläufig Schäden an den Bäumen verursachen. Jagt man am Morgen, ist das Wild ohnehin auf dem Weg zurück in die Einstände, allerdings mit vollem Pansen. Darüber hinaus gibt es noch weitere wissenschaftliche Ansätze, die sich mit der Kahlwildjagd befassen. We die oben genannten Tipps beherzigt und umsetzt, hat einen großen Schritt zu einem angepassten, gesunden und wildschadenminimierten Wildbestand getan.

 

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